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Es mag tatsächlich für diese Region zuftreffend sein. Hier in SanFran stand man die letzten
beiden Wochen buchstäblich im Regen. Als ob dies nicht bereits Strafe genug ist, läßt es
sich zu allem Bedauern auch nicht vorhersagen, ob und wann man den Regenschirm besser
mitnimmt, denn es kann am Morgen das schönste Wetter und 17°C sein und schon zum frühen
Nachmittag kippt das Wetter vollständig um (vice versa). Dies ist auch einer der Gründe,
warum ich dieses mal zwei Wochen zusammenfasse.
Was sonst noch wichtiges geschah: Am vergangenen Montag zog leider Aerin aus unserer WG aus, da sie in einem anderen
Bundesstaat eine neue Arbeit gefunden hatte. Für uns bestand nun die spannende Aufgabe u.a. darin,
ein möbliertes Zimmer in den rechts abgebildeten Van zu stopfen - unglaublich, aber es war tatsächlich möglich.
Die Amerikaner lieben es, zu telefonieren - egal, ob vom Festnetz- ("Continental") oder dem Mobiltelefon
("Cell", "Cell phone" or "Mobile"). Neben dem GSM-1900 Netz (lokale Provider: Cingular/AT&T, T-Mobile USA),
welches mit Tri- bzw. Quadbandgeräten auch von Europäern genutzt werden kann, existiert noch der CDMA-Standard (Provider: Sprint,...),
welcher jedoch nicht zu GSM kompatibel ist.
Einer der größten lokalen Anbieter von
Telekommunikationsdiensten ist COMCAST. Egal ob Telefon, Internet
oder Fernsehen - Comcast bietet es an. Hierbei kann man dann innerhalb der USA ("nationwide")
meist zum Flatratepreis rund um die Uhr telefonieren.
So auch zu Mobiltelefonen, denn anders als in Deutschland gibt es für diese keine gesonderten Vorwahlen.
Stattdessen bekommt es bei der erstmaligen Registrierung eine Ortsvorwahl ("area code") des Gebietes ,
in dem man seinen Lebensmittelpunkt hat. Somit kann anhand der Telefonnummer
nicht unterschieden werden, ob es sich um einen normalen "Continental"- oder um einen Mobilfunkanschluß
handelt. Doch auch für dieses "Problem" gibt es eine Lösung: die sog. "Airtime", d.h. man bezahlt als Inhaber
des Handys stets für die Zeit, die man für's telefonieren nutzt - sowohl für abgehende als auch für ankommende
Gespräche. Das ist das Grundprinzip.
Choose Your Plan: Man hat im Allgemeinen die Möglichkeit, einen Telefonvertrag
("Plan", meist 1 oder 2 Jahre) abzuschließen oder nutzt Prepaid-Angebote.
Für beides ist aber oftmals eine "Social Security Number" (ähnlich der Sozialversicherungsnummer) notwendig,
die man als Tourist nicht beantragen kann.
Mit einer Prepaidkarte von T-Mobile USA zahlt man für eine Minute Airtime im günstigsten Fall
(abhängig davon, wieviele Minuten man jeweils auflädt) ca. 8 Cents/min (24h/7d) Für mobile Quasselstrippen
gibt's auch vertragsfreie Flatrateangebote, wo man für $40.00/Monat alle Kosten für Local- und Nationwide Calls
abgedeckt hat.
Wie man bereits sieht, ist die Tarifstruktur ziemlich einfach. Homezones, BestCities,
Haupt- und Nebenzeiten etc. pp kennt man hier nicht. Man kauft stets Minutenpakete und und rechnet auch
damit (in Deutschland spricht man bekanntlich immer von "xx Euro Guthaben").
Für Gespräche nach Deutschland kann man auf die zahlreichen Angebote an CallingCard-Anbietern zurückgreifen,
wo man sich über eine bestimmte Toll-Free- (meist 1-800) oder lokale Nummer einwählt
und darüber das Gespräch dann z.B. nach Deutschland weitervermittelt wird. T-Mobile USA verlangt im übrigen nach Europa satte $1.50/Min.
Mit einer CallingCard zahlt man ca. 2 Cent/Minute (zzgl. Airtime bei Mobiltelefon) zu einem Festnetzanschluß nach Deutschland.
Das ist oftmals sogar günstiger, als für ein Gespräch innerhalb Deutschlands von Mobilfunk ins Festnetz.
Amerika ist also auch hier das Land der (fast) unbegrenzten Möglichkeiten.
Noch ein paar Worte zum Aufbauschema amerikanischer Telefonnummern. In den meisten Fällen sieht die Nummer in etwa so aus: 1-650-326-3423. Dabei bedeuten die Zahlen folgendes:
Ein amerikan. Telefonanschluß ist also immer über genau 11 Ziffern definiert. Möchte man ein Telefonat nach außerhalb der USA führen, so wählt man i.d.R. "011" plus die internat. Vorwahl. Für Deutschland ("+49") müßte man daher "01149" wählen, um in das deutsche Telefonnetz weitervermittelt zu werden.
Um hierhin zu gelangen, nimmt man z.B. die BART ("Metro") bis Powell Street Station.
Folgt man nun der Grand Ave., so wird man direkt zum Eingang von China Town geführt, wo man
durch ein die Strasse überspannendes Tor hindurchgeht und sich gleich wie in einer anderen
Welt vorkommt. Die unzähligen kleineren und größeren Geschäfte aber auch die Straßenhändler
und Musikanten entlang dieses Touristenpfades fordern alle Sinne des Menschen heraus.
Einiges kommt einem vielleicht bekannt vor, aber man entdeckt immer wieder neue Facetten
dieses Stadtviertels mit seinen charakteristischen Gebäuden.


Im Norden schließt sich "North Beach" sowie "Telegraph Hill" mit dem "Coit Tower" an. Diese Gegend ist als eher ruhig zu bezeichnen. Sehr schöne Häuser in gepflegter Nachbarschaft sind Ausdruck dafür, daß man ein wenig exklusiver und entspannter wohnt, als in anderen Bezirken. Als ich kurz meinen kleinen Stadtplan zückte, wurde ich von einem älteren Ehepaar angesprochen, ob ich Hilfe bei der Orientierung benötige - wieder ein Beispiel für die gelebte amerikanische Offenheit und Freundlichkeit. Der Rückweg zur Montgomery BART Station wurde noch kurz für einen Ausflug zu "McDonalds" genutzt. Die Preise sind mit Deutschen vergleichbar, wobei aber fast alle Mengen eine Nummer größer sind. Den Erdbeer-Milkshake ($2.79) kann ich sehr empfehlen, zumal sich hierin noch echte? Erdbeerstückchen wiederfanden. Das Ambiente ist gemütlicher eingerichtet und lädt zum Verweilen ein. Zur musikalischen Beschallung konnte man eine Reportage über das große Erdbeben von 1906 verfolgen. Interessant: was erzählt wurde, konnte man als Untertitel mitlesen, wobei hier in Echtzeit die Sprache in Wörter umgewandelt wurde - und zwar in erstaunlich guter Qualität. Und damit ist der kleine Rundgang auch schon zu Ende.
Mehr über SFO, dem San Francisco International Airport, gibt's auf der nächsten Seite ...
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