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Objektive und Zubehör
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Besitzer aktueller digitaler Spiegelreflexkameras (DSLRs) der Oberklasse stehen vor
dem Problem, daß ihre aus analogen Zeiten vorhandenen Objektive an DSLR plötzlich einen
abweichenden Brennweitenbereich aufweisen. Dies rührt daher, das bisherige Analogobjektive für
SLRs für das Kleinbildformat (KB 35mm) berechnet wurden. In DSLRs, wie der Dynax 7D findet
jedoch ein CCD-Chip mit einer kleineren Bildfläche Anwendung - dem sogenannten APS-C-Format Chip.
Mit seiner geringeren Kantenlänge kann er nunmehr nicht den vollständigen Bildkreis abbilden,
welchen das (analoge) Objektiv zur Verfügung stellt. Vielmehr wird der Randbereich des Bildkreises
nicht mehr erfaßt, womit nur ein Ausschnitt letztendlich vom CCD-Sensor registriert und verarbeitet
wird. Das Größenverhältnis zw. KB-35 ("Vollformat") und APS-C-Sensor beträgt bei der
Dynax 7D 1:1,5.
Aufgrund dieses Verhältnisses spricht man von einer "Brennweitenverlängerung", d.h. ein
herkömmlicher Brennweitenbereich von 28 mm (KB-35) enspricht bei Abbildung auf dem kleineren
APS-C Sensor einer äquivalenten Brennweite von 42 mm. Diese Verlängerung der Brennweite wirkt sich
bei Aufnahmen von Objekten mit größerer Fluchtdistanz (z.B. Rehe) positiv aus, da aus einem
100-200mm Objektiv nunmehr eine 150-300mm Brennweite resultiert. Der Umkehrschluß ist allerdings,
das das bisherige Weitwinkelobjektiv fast zum Normalobjektiv "degradiert" wird.
Daher sind an DSLRs mit APS-C Sensor nun Superweitwinkel von Nöten, welche jedoch mit relativ
hohen Anschaffungskosten sowie den weitwinkeltypischen Verzeichnungen verbunden sind.
Fast jeder Hersteller bietet zu seinen DSLRs sog. Kit-Objektive an, welche in Verbindung
mit der Kamera zusammen angeboten werden. Die Abbildungsleistung dieser oftmals als "Scherben"
oder "Flaschenböden" bezeichneten Sets lassen i.d.R. sehr zu wünschen übrig.
Als Alternative zu teuren Superweitwinkeln, wie das SIGMA 12-24, das SIGMA 15-30 oder das
Konica-Minolta 17-35, habe ich mir das SIGMA 18-50/3.5-5.6 ausgesucht, welches meinen Geldbeutel
brutto mit ca. 94 EUR belastete. Bisher von Minolta-Objektiven verwöhnt bietet das SIGMA eine
befriedigende Verarbeitung. Der Drehzoom durchläuft den gesamten Brennweitenbereich nicht
so geschmeidig, wie ein Minolta. Auch vignettiert es sichtbar bei 18mm in den Randbereichen,
welches selbst durch starkes Abblenden nicht gänzlich eleminiert werden kann.
Nachfolgende Testabbildungen sollen eine Beurteilung der Qualität und somit des
Preis-/Leistungsverhältnisses erleichtern.
Da die Verwendung dieses Objektivs für den Weitwinkelbereich gedacht war, wurden die ersten Testsaufnahmen mit diesem Brennweitenbereich begonnen. Die nachfolgenden Bilder wurden nicht nachgeschärft. Falls als Quelle eine JPEG-Aufnahme angegeben wird, so entstand dieses Bild mit der kameraseitigen Schärfeeinstellung "0".
Aufgrund des sehr günstigen Preises von ca. 90 EUR ist dieses Objektiv ein kleiner Geheimtip
für all diejenigen, welche für die D7D noch ein passendes Weitwinkelzoom suchen. Die
Abbildungsqualität ist gut, die Vignettierung unterhalb von 24mm war im Test deutlich sichtbar.
Im Outdoor-Einsatz ist diese bei guten Lichtverhältnissen kaum erkennbar.
There were some things I like...
... and some things I don't like:
Einige sind der Meinung, daß an einer sehr guten und sehr teuren Kamera solch Billigobjektive, wie das SIGMA 18-50, nichts verloren haben. Prinzipiell sollte man hier zwischen billig und preiswert unterscheiden, denn Letzteres trifft eher auf dieses Objektiv zu, nachdem ich die Tests durchgeführt habe. Allerdings sollte man beachten, das sehr oft von großen Serienstreuungen bei SIGMA berichtet wird, woraus sich wohl auch die Unterschiedlichen Meinungen der verschiedenen User begründen. Daher sollte man dieses Objektiv vor dem endgültigen Kauf möglichst testen.
| © 2005, 2006 Torsten Mann, Pfingstbrunnenstr. 10, 65760 Eschborn. | Letzte Aktualisierung: 14.09.2008 |